Experten-Interview-Serie
mit Heilpraktikerin Christina Stark-Steffens
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Unter anderem geht es um
“Meine Praxis-Schwerpunkte” sowie
“Nahrungsergänzungsmittel – notwendig und wenn, dann welche?”

Ein starkes Immunsystem ist die beste Versicherung, eine Grippewelle unbeschadet zu überstehen – auch zu Zeiten der Corona-Virus-Pandemie.“

Wie das geht, besprechen wir heute mit
Heilpraktikerin Christina Stark-Steffens
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geführt von Esther G. Gallus
für das Magazin NOCH GESÜNDER!

Experten-Interview
mit Heilpraktikerin Christina Stark-Steffens


Vorweg …

Grundsätzlich gilt: Heilpraktiker*innen dürfen die Erkrankung Grippe weder diagnostizieren, noch behandeln (§ 24 des Infektionsschutzgesetzes, IfSG.) Sie können meist gut unterstützen, um das Immunsystem stark zu machen; dazu weiter unten mehr.

1.Was war Ihre Motivation, sich zur Heilpraktikerin ausbilden zu lassen?

Das ist eine  lange Geschichte. Ich versuche, es kurz zusammenzufassen.
Alles begann mit einem Bandscheibenvorfall, der später in einem Burnout endete und mich wirklich zwei Jahre komplett “abgeschossen” hatte.
Ich habe vieles auf der seelisch-geistigen Ebene in dieser Zeit für mich erreicht.
Dann kam die Entscheidung, meinen alten Beruf an den Nagel zu hängen und ganz neue Wege zu gehen.
Ursprünglich war mein Plan, Heilpraktikerin für Psychotherapie zu werden, mit dem Schwerpunkt Paar- und Sexualtherapie. 🙂
Leider gab es keine Möglichkeit, eine Vollzeitausbildung zu machen und so b
in ich dann in die Ausbildung zum medizinischen Heilpraktiker geschlittert und habe die Psychotherapie-Ausbildung zeitgleich am Abend und an den Wochenenden gemacht, da ich mich ja darauf spezialisieren wollte.
Die Vorlesungen in der Heilpraktikerschule bestanden “nur” aus Schulmedizin rauf und runter; Anatomie, Physiologie, Pathologie, Biophysik und Biochemie, Hygiene, Infektionslehre usw. Aber die Faszination unseres unendlich intelligenten Körpers hat mich immer mehr in den Bann gezogen. So kam es, dass ich die, während der Ausbildungen laufende, Zusatzausbildung der biodynamischen Körperpsychotherapie in ganzheitliche Schmerztherapie getauscht habe. Das  war die erste Umleitung.
Dann folgten bei mir weitere Erkrankungen, wie etliche Knoten in der Schilddrüse, für die damals niemand eine bessere Idee hatte, als  die Schilddrüse zu entfernen, drei Fehlgeburten und eine schwere akute Urtikaria (Nesselsucht).

Keiner wusste mehr Rat. So kam ich über eine Kollegin zur Cellsymbiosistherapie nach Dr. Kremer. Das hat mir so unglaublich geholfen. Es war, wie Phönix aus der Asche zu steigen. Danach war mir klar, genau das will ich weitergeben und nichts anderes. Ich habe mich dann selbst darin ausbilden lassen. Mit der Unterstützung meines damaligen Mentors und Coaches in Diagnostik und Therapie, Dr. med. Wiechert aus Bremen, konnte ich nicht nur selbst wieder voll in Saft und Kraft kommen, sondern auch bei meinen Patienten viele positive Ergebnisse erzielen. Im Laufe der Jahre habe ich mir dann die “besten Rosinen” rausgepickt, das Ganze neu strukturiert und daraus ein eigenes Konzept entwickelt.

2. Was ist Ihr größter täglicher Antrieb in ihrem Job als Heilpraktikerin?
     Was ist Ihre Passion? Ihre Arbeitsphilosophie?

Mein größter täglicher Antrieb ist die Freude, meinen Patienten zu spürbarer und nachhaltiger Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu verhelfen. Und damit auch zu neuer Lebensqualität und viel mehr Lebensfreude.

Viele chronische Erkrankungen und Symptome bilden nur die Spitze des Eisberges. Ich möchte herauszufinden, was in der Tiefe an Mängel, Belastungen etc. liegt und die Beschwerden wirklich verursacht. Viele Patienten kommen nach einer langen Odyssee von Arzt- oder Therapeutenbehandlungen mit einer dicken Krankenakte und keiner konnte wirklich weiterhelfen.
Dann nach den Ursachen zu schauen und diese gezielt zu behandeln, alles, was sich seit langer Zeit nicht bessert, wieder in den bestmöglichen, optimalen Zustand zu bringen, das ist meine Passion.

3. Was machen Sie als Heilpraktikerin im Gegensatz zur Notfallmedizin der Universitätsmediziner anders?

In der Notfallmedizin ist das Geschehen oft ein akuter, lebensbedrohlicher Zustand und hier ist schnelles Handeln mit entsprechenden evidenzbasierten Notfallmedikamenten oder Operationen das, was ein Leben retten kann. Das kann dann nur der Notarzt einleiten.

Als Heilpraktiker sind wir selbstverständlich auch notfallmedizinisch ausgebildet, falls z. B. ein Patient mit einem Infarkt in die Praxis kommt. Wir müssen erkennen können, wenn ein Notfall besteht, um dann die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten bis der Rettungswagen bzw. ein Notarzt eintrifft.

Der Vorteil gegenüber der Universitäts-/Schulmedizin in der täglichen Praxisarbeit ist definitiv die Zeit, die ich mir für meine Patienten nehmen kann. Ein entscheidender Unterschied ist die Betrachtung des Menschen als Einheit und nicht als Zusammensetzung einzelner, austauschbarer Organe. In der Schulmedizin ist jeder Arzt heute auf bestimmte Organe fachspezifisch qualifiziert. Dabei bleibt der Mensch im Ganzen betrachtet leicht auf der Strecke. Ich riskiere auch Blicke weit über den Tellerrand hinaus. Was in der täglichen Praxis auch von Vorteil bei der Arbeit mit dem Patienten ist, ist die Tatsache, dass ich an keine Kassenleistung gebunden bin. So kann ich dem Patienten, der ein größeres Spektrum an biologisch-ganzheitlicher Diagnostik benötigt, die bestmögliche Therapie anbieten.

4. Was ist Ihre Kernleistung, die Ihren Patienten den größten Heilungserfolg bieten kann?

Meine Kernleistung ist ein bio-logisches, vollständiges Therapiekonzept, das ich aus der regenerativen Mitochondrien-Medizin entwickelt habe. Es ist ein vielfach bewährtes Konzept in 6 Stufen inkl. Diagnostik, das aufeinander aufbaut. Damit können gezielt die Ursachen ermittelt und gezielt und effektiv behandelt werden.
Ein großer Unterschied zu anderen naturheilkundlichen Verfahren ist, dass die gesamte Therapie labor dokumentiert erfolgt. Das heißt, die Erfolge sind nicht nur subjektiv beim Patienten, sondern auch im Labor messbar. In meinem Praxisalltag sind es hauptsächlich Beschwerden, die auf eine sogenannte erworbene mitochondriale Dysfunktion zurückzuführen sind. www.mitomedical.de/gesundwerden

 5. Ist es Ihrer Erfahrung nach besser, ein breites Angebot an Therapien anzubieten oder sich auf ein bestimmtes Thema zu fokussieren?

Ich persönlich finde es sinnvoll, sich aus dem gesamten “Werkzeugkoffer”, den sich ein Heilpraktiker durch verschiedene Aus-und Weiterbildungen angeeignet hat, ein klar strukturiertes, funktionierendes Konzept zu erarbeiten und sich dann darauf zu spezialisieren. Ein bisschen hier und ein bisschen da bringt uns nicht ans Ziel. Patienten dürfen keine Versuchskaninchen sein.

6. Bieten Sie ein erstes Kennenlerngespräch kostenlos an? (Tag der offenen Tür?)

Im Rahmen des Termins für die Anamnese biete ich vorab ein 30-minütiges, kostenfreies Gesundheits-Strategie-Gespräch an. Das ist mein Geschenk.
1 – 2 x im Jahr findet ein “Tag der offenen Tür” statt und für diesen Sommer ist auch eine Vortragsreihe geplant. Dabei kann jeder Interessierte mich und meine Arbeit kennenlernen und dass vollkommen kostenfrei. 

Nun zu Ihrer Expertise!

7. Mit welchem Anliegen oder Beschwerden kann ich mich insbesondere an Sie wenden?

Im Prinzip mit (fast) allen chronischen Erkrankungen, insbesondere die Patienten, die schon Vieles erfolglos ausprobiert haben oder sogar als schulmedizinisch austherapiert gelten, bis hin zum unerfüllten Kinderwunsch.
Wie ich bereits schon erwähnte, geht es nicht um die Behandlung von Symptomen, sondern um um Ursachen Behandlung. Letztendlich ist eine Krankheit auch nur ein Symptom.
Die meisten Patienten kommen mit multiplen Symptomen. So hat ein langjähriger Diabetiker vielleicht schon eine sogenannte Polyneuropathie, das heißt Nervenschädigungen z. B. in Armen und Beinen entwickelt, begleitet durch eine (oft maskierte) Depression.
Ein Patient mit Burnout hat nicht nur Schlaf- und Konzentrationsstörungen, sondern auch Depressionen, vielleicht auch Ängste und Panikattacken.
Es kommt auch vor, dass Menschen zu mir kommen, die stets gesund schienen und plötzlich bestimmte Symptome entwickeln und gar nicht wissen, warum. 

7a. Gibt es noch weitere Leistungen, die Sie im Gesundheitszentrum anbieten?

Neben meinen Kernkompetenzen biete ich im Rahmen des Therapieangebots “Gesundheitsurlaub Ostsee” Kurzzeit-Intensiv-Kuren und ausgewählte Präventionsmaßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit an sowie ein spezielles Programm zur Leistungssteigerung für Sportler.

In unserer “Vita B & P Lounge” biete ich z. B. Drip Spa an, ein neuer Lifestyle-Trend aus den USA. Das sind spezielle Vitamin-Infusionen für Wohlbefinden, Schönheit und better aging.
dripspa.mitomedical.de

Mein Mann, Martin Steffens, bietet ergänzend und begleitend psychologische Beratung, Coaching und energetische Heilarbeit an. Seine Leistungen können auch extern gebucht werden: www.msteffens.de

Welche der folgenden acht Denkweisen beeinflusst Ihre Patienten am stärksten?

Inwieweit halten Sie die folgenden Denkweisen für ausschlaggebend für die Heilung bzw. ein Gesundbleiben?
1 [x] Energie ist wertvoll

2 [_] Emotionen werden kreiert

3 [_] Wasser ist wichtig

4 [x] Geist, Seele, Körper sind Eins

5 [_] Ernährung ist eine wichtige Lebensgrundlage

6 [x] Bewegung regt den Stoffwechsel an

7 [_] Atmen versorgt mit Sauerstoff und reinigt

8 [_] Beziehungen geben Energie

Anmerkung der Redaktion: Diese Frage bezieht sich auf die Gesundheits-Stand-Karte „Entdecke Dein Gesundheitspotential — Transformiere Deine Qualen in Deine persönliche Heilung – aktiviere Dein Gesundheitspotential“. Die Karte finden Sie hier:

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1WSfYTFsmYKdjEcriVbtz-C6FunkIwYiyG-sU1OKurI4/edit

Anleitung zum Ausfüllen:

https://docs.google.com/document/d/1O1IdfB-efBaZFDK_vLE7yXBHVxVEcA61G3b3jpJj9xI/edit

9. Welche speziellen Methoden kommen zum Einsatz?

Hauptsächlich sind Infusionen in Kombination mit der me2.vie-Systemtherapie meine Hauptwerkzeuge, inkl. Orthomolekularer Therapie, Darmsanierung, Ernährungsmedizin und Chelat-Therapie, um  einen gesunden Mitochondrienausgleich und damit eine gesunde Zellkommunikation wieder herzustellen.
In der Schmerztherapie kommen bei Bedarf auch noch weitere Methoden zum Einsatz.

10. Gibt es eine bevorzugte Methode, die Sie als Expertin auszeichnet?

Meinen Schwerpunkt habe ich auf die ganzheitliche Schmerztherapie und die Cellsymbiosistherapie nach Dr. Kremer gelegt. Die Cellsymbiosistherapie ist die Grundlage der heutigen regenerativen Mitochondrien-Medizin.
Daraus wiederum habe ich ein eigenes ganzheitliches, bio-logischen Konzept entwickelt.
Das hat sich sowohl in der Schmerztherapie, als auch bei anderen chronischen Erkrankungen und in der Prävention sehr bewährt.

11. Wo sehen Sie die besonderen Stärken und Chancen dieser Methode?

Gesundheit fängt in der Zelle an! – Alles ganz I-S-I!
Es ist bekannt, dass allen chronischen Erkrankungen eine Inflammation, Stress und Intoxikation  (kurz I-S-I) vorausgehen. Das heißt, Entzündung, Stress und Vergiftung stören die normalen Abläufe in den Zellen. Das können z. B. Umweltbelastungen, Elektrosmog, Schwermetallvergiftungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische virale und bakterielle Belastungen, Narben- und Zahnstörfelder oder auch Nährstoffmangel sein. Auch Traumata und psychische Belastungen spielen eine Rolle.
Der normale Zellstoffwechsel gerät aus dem Gleichgewicht und die Zellen können ihre ursprünglichen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Es kommt zu einer Fehlfunktion der Mitochondrien, den „Kraftwerken“ unserer Zellen, eine massive Stoffwechselstörung, die ursächlich für einen hohen Prozentsatz chronischer, entzündlicher Krankheitsbilder verantwortlich sein kann.

Mein Konzept ist unter Beachtung der natürlichen Regulationsprozesse vollständig und logisch aufgebaut.
Dabei werden alle Ursachen durchleuchtet und jegliche Störfaktoren ausgeräumt, um wirklich auch eine nachhaltige Verbesserung der Beschwerden und im besten Fall vollständige Gesundheit herzustellen.

12.Welche Erfolge haben Sie bisher erzielt mit ihren einzigartigen Methoden?

Hier ist z. B. ein Erfahrungsbericht einer Patientin:
“Nach etlichen Arztbesuchen, die mich nicht mehr weiter brachten (Ärzte schieben es gerne auf die Psyche, trotz schlechter Blutwerte) und einem dick gefüllten Ordner mit ärztlichen Untersuchungsergebnissen, bin ich bei Frau Stark-Steffens gelandet. Frau Stark-Steffens hört zu, ist geduldig und hat mir mit der Cellsymbiosistherapie sehr viel Lebensqualität zurückgegeben. Jedoch darf man keine Wunder erwarten. Was dem Körper über Jahre an „Elend“ zugefügt wurde, kann nicht von heute auf morgen behoben werden. Man benötigt Geduld für diese Therapie, diese hat sich jedoch mehr als gelohnt.”

Ein anderes Fallbeispiel:
Eine 35-jährige Patientin, die seit Ihrem 22. Lebensjahr schulmedizinisch als Rheumatikerin eingestuft und behandelt wurde und vor Schmerzen nur noch am Stock gehen konnte, kam zu mir.  Nach der Geburt ihres ersten Kindes wurden die Schmerzen wieder unerträglich schlimm. Zusätzlich zu allen anderen Untersuchungen habe ich einen Test auf chronisch Borreliose gemacht, der  positiv ausfiel. Am Ende der gesamten Behandlung war die Patientin schmerzfrei und konnte sogar wieder Fahrradfahren. Auch Jahre später habe ich ich sie immer mal auf dem Fahrrad gesehen.

13. Jede HeilpraktikerIn ist einzigartig. Wo sehen Sie sich als Ergänzung mit Ihrer Expertise im Netzwerk mit anderen Heilpraktikern und Behandlern?

Jeder hat sein eigenes Spezialgebiet, auch in der Behandlungsmethode. Ergänzend sehe ich mich mit meiner Expertise für die Kollegen, die ähnlich wie ich arbeiten, aber noch nicht genug Erfahrung haben. Da berate und unterstütze ich gern meine KollegInnen. Wichtig ist auch der Austausch untereinander bei Fällen, bei denen man ins Stocken gerät.

Nun zu Ihren Patienten!

14. Was würden Sie sich von ihren Patienten wünschen?

Ganz wichtig ist, dass die Patienten den Wunsch und das Ziel haben, wirklich etwas verändern zu wollen. Auch natürlich, dass sie sich auf die Behandlung einlassen können und die Empfehlung umsetzen, die ich Ihnen an die Hand gebe. Das ist die beste Voraussetzung für den gewünschten Behandlungserfolg.

15. Was erwartet den Patienten in Ihrer Praxis?

Im MitoMedical Center in Timmendorfer Strand ist es erforderlich, dass ca. 5 Tage vor dem ersten Termin der Patientenfragebogen sowie vorherige Befunde eingereicht werden, sofern welche vorliegen. Damit bereite ich mich individuell auf das Erstgespräch vor und kann eine erste Einschätzung abgeben.
Im ersten Termin führen wir ein kostenfreies Gesundheits-Strategie-Gespräch durch. Hier wird besprochen, welche Ziele und Wünsche der Patient hat, die ersten Fragen beantwortet, über das Konzept aufgeklärt und letztendlich entschieden, ob es Sinn macht, eine Behandlung bei mir zu beginnen und wir miteinander den Weg zur nachhaltigen Gesundheit begehen können. Wenn es dazu kommt, erfolgt im Anschluss eine ausführliche Anamnese anhand des Patientenfragebogens. In den nächsten Terminen finden die Untersuchungen inkl. der erforderlichen Labordiagnostik statt. Darauf wird dann der individuelle Therapieplan aufgebaut. 

16. Worauf legen Sie beim Patienten Ihren Fokus?

Konzentrieren Sie sich bei Ihrer Behandlung/Beratung eher auf die Symptomatik oder auf die Ursache?
Definitiv auf die Ursache und nur auf die Ursache. Wenn ich mal auf eine akute Symptomatik eingehe, wie z. B. akute Rückenschmerzen, eine Erkältung o. ä., wird das natürlich kurzfristig vorab behandelt.

17. Wie gestaltet sich ein Termin (eine Beratung/Behandlung/Therapie), wenn ich als Patient zu Ihnen komme?

In der Regel setzt sich die Therapie aus einer Vorbereitungsphase, einer Entgiftungsphase und einer Regenerationsphase zusammen. Was genau und wie viele Behandlungen notwendig sind, ergibt sich aus der Ursachen Diagnostik.

18. Wie reagieren Sie, wenn Sie etwas empfehlen und Ihr Patient setzt es nicht um?

Das kann verschieden Ursachen haben. Zunächst würde ich mit dem Patienten darüber sprechen, um herauszufinden, wo das wirkliche Problem liegt und forschen, eine Lösung zu finden. Allerdings nicht, wenn ich merke, dass jemand nur zu bequem ist, etwas umzusetzen, o.ä.

19. Wie verhalten Sie sich gegenüber Patienten, die offenkundig gar nicht gesund werden wollen? Wie viel investieren Sie in die Arbeit mit Ihnen?

Das stellt sich meist schon in den ersten 30 Minuten heraus. Dann wird Er/Sie als Patient meist gar nicht angenommen. Stellt sich das evtl. erst später heraus, kommt es auch zu einem klärenden Gespräch und ggf. zum Abbruch der Therapie meinerseits. Jeder darf selbst über sein Leben und seine Gesundheit entscheiden. Meine Zeit und mein Wissen sind zu kostbar, um es zu “verplempern”, während andere dringend meine Hilfe haben möchten.
Es gibt  aber auch Gründe, warum jemand nicht gesund werden will und diese nicht bewusst sind. Mit der Hilfe meines Mannes gibt es die Möglichkeit, solche tiefsitzenden Blockaden und Widerstände aufzulösen.

Zum Thema Ernährung!

Deutschlands Nahrungsmittel Nummer 1 ist das Brot.

20. Was raten Sie Ihren Patienten mit einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit bezüglich Gluten, Weizen, Hefe? Was können Sie aus den Erfahrungen mit Ihren Patienten aus Ihrer Praxis dazu sagen?

Die Ernährungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Behandlungskonzept, allein schon, um dauerhafte Entzündungsherde einzudämmen. Wenn das nicht berücksichtigt wird, ist es kaum möglich, einen entzündeten Darm bzw. ein sogenanntes “Leaky Gut Syndrom” zum Ausheilen zu bringen. Dazu gibt es bei mir spezifische Labortests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Grundsätzlich rate ich bei chronisch entzündlichen Erkrankungen vom Verzehr von Gluten, Weizen, Hefe und in vielen Fällen auch von histaminhaltigen Nahrungsmitteln ab. Schon allein der Verzicht bzw. der Austausch kann schon kleine Wunder bewirken. 

20. Was empfehlen Sie als zusätzliche Zutaten für einen langsam geführten Teig mit wenig Hefe, weißem Dinkelmehl und vielen Ballaststoffen?

Hm, auch Dinkelmehl enthält Gluten, sogar mehr als Weizen. Es soll zwar verträglicher und “gesünder” sein als Weizengluten, aber da reagiert auch jeder unterschiedlich. Ich empfehle, Brot, Kuchen, Pizzateig etc. immer selbst zu backen. Bio-Mehle und -Zutaten verwenden (Herkunft beachten) und auch, je nach Verträglichkeit, Körner, Sesam, Chia, Leinsamen und Nüsse verbacken.
Auf der ganz sicheren Seite ist man immer mit einem Labortest.

Anmerkung der Redaktion: Mehr Info zum Thema Brot selber backen finden Sie unter https://einfachbrot.de<— Brot backen OHNE Kneten • Gesundheitsleitwerk-Projekt

21. Zum Thema Nahrungsergänzung!

Häufig heißt es, die Menschen, für die Essen ein wichtiges Thema ist, achten am wenigsten darauf. Essen ist zentral. Die Menschen reden viel über’s Essen.

22. Vielen Menschen ist nicht bewusst, worin der Unterschied von Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln besteht.
Wie klären Sie Ihre Patienten auf?

Der Unterschied ist im Prinzip sehr einfach zu erklären. Ein Arzneimittel dient zur Unterdrückung bestimmter Symptome/Krankheiten. Nahrungsergänzungsmittel dienen der Unterstützung ursächliche Mängel auszugleichen und tragen zur Heilung bei, da diese bei ganz natürlichen biochemischen Prozessen der gesunden Zellfunktion unentbehrlich sind.
In der Tat tun sich einige Menschen schwer, zusätzlich zu ihren oft sehr großen Mengen an allopathischen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Stattdessen bleiben sie lieber bei den Medikamenten, anstatt die Nahrungsergänzungsmittel solange einzunehmen und eine Therapie zu machen, bis sie die Chemie reduzieren können oder sie gar nicht mehr einnehmen müssen.
Insbesondere betrifft dies die ältere Generation: “Mein Doktor hat aber gesagt, …”

23. Empfehlen Sie Patienten die Einnahme besonderer Nahrungen bzw. Nahrungsergänzungsmitteln?

Definitiv Bio-Nahrungsmittel essen (Herkunft beachten), alles vor dem Verzehr gut waschen, am besten mit Natron, z. B. Kaisernatron), kein Fleisch aus Massentierhaltung (Hormone, Antibiotika), Wasser aus Glasflaschen (Weichmacher in Plastik). Keine Fertigprodukte und aus der Mikrowelle. Verzicht auf Zubereitung und Aufbewahrung in Plastik und Alufolie und vieles mehr.
Und natürlich nur das essen, was der Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten erlaubt, optimal im sogenannten “Rotationsverfahren” essen.
Nahrungsergänzungsmittel werden von mir verordnet, wie sie gemäß des Laborbefundes benötigt werden und dienen der Umsetzung der Therapie, außerhalb der Praxistage.
Dabei gilt: “So wenig wie möglich, soviel wie nötig.”

24. Was empfehlen Sie Ihren Patienten, worauf Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln unbedingt achten sollten?

Auf die Qualität, Herkunft, Inhaltsstoffe (Dosierung) und Zusatzstoffe.
Im Internet und  selbst in Apotheken gibt es viele qualitativ minderwertige Produkte zu kaufen. Da ist es besser, sich von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker beraten zu lassen.
Ich verwende ausschließlich hochwertige Produkte, von deren ich Herkunft, Inhaltsstoffe, Dosierung, Herstellungsverfahren und Wirkung weiß. Diese sind auch speziell auf die Zellsymbiose ausgerichtet.

25. Was empfehlen Sie Ihren Patienten regelmäßig einzunehmen, um den Gesundheitszustand zu unterstützen und zu verbessern?

Ziel nach einer Therapie im Rahmen meines Konzepts soll sein, möglichst nichts mehr einnehmen zu müssen.
Wenn der Darm auch wieder in der Lage ist, Vitamine und alle essentiellen Nährstoffe aus der gesunden Nahrung aufzunehmen und zu verwerten, braucht es in der Regel keine Zusatzmittel mehr.
Voraussetzung ist, dass nach der Therapie der neue, gesunde Lifestyle beibehalten. Ich empfehle alle 1 – 2 Jahre einen Check-up und ggf. auch ein Fresh-up in der Praxis.

Wir sind auch bei noch so gesundem Lebenstil so manchen schädigenden Faktoren ausgesetzt, auf die wir keinen Einfluss haben. So kann man immer überprüfen, wie der aktuelle Stand ist. Selbst wenn es keine Symptome gibt. Prävention ist alles, um sich zu schützen, auch hier wieder nach Labor.
Ich bin kein Freund davon, einfach so etwas einzunehmen, schon gar nicht dauerhaft. Das ist nicht sinnvoll und kann auch unter anderem gefährlich werden.

Zum Thema Immunsystem!

Ein starkes Immunsystem ist die beste Versicherung, eine Grippewelle unbeschadet zu überstehen, heißt es. Menschen mit Vorerkrankung oder geschwächtem Immunsystem zählen zur “gefährdeten” Gruppe der Menschen. Allgemein sagt man, besonders ältere?

26. Wie ist Ihre Praxiserfahrung dazu?

Meine Erfahrung ist, dass das Alter weniger eine Rolle spielt, als der allgemeine Gesundheitszustand. Auch junge Menschen können schon schwerwiegende chronische Störungen haben und es gibt alte Menschen, die sind kerngesund.
Die sogenannte “ältere Generation”, die schon Jahre mit chronischen Erkrankungen und etlichen “Gebrechen” zu kämpfen haben, sind aufgrund ihrer gewohnten Arzt-Abhängigkeit und der Belastung durch oft überflüssige Medikamente, deutlich geschwächter und somit eher gefährdet.

27. Was empfehlen Sie zum Schutz vor Grippe, gerade zu Zeiten der Corona-Virus-Pandemie?

Präventiv biete ich einen Labortest zur Funktion, speziell zum Nachweis der körpereigenen  Virenabwehr, an und danach ausgerichtet eine orthomolekulare Therapie, um die Immunabwehr zu stärken, das heißt, den Körper mit der optimalen Menge an bestimmten Nährstoffen zu versorgen.

Zudem gibt es bei mir die Möglichkeit, spezielle Immun-Infusionen zur Prävention oder eine Immun-Booster-Kur für einige Tage zu machen, gern im Rahmen eines Gesundheits-Urlaubs.

Im Herbst sind auch die biologischen Infektprophylaxe-Infusionen sehr beliebt, vor allem bei denen, die zwar häufig im Winter erkältet sind, aber keine Grippeimpfung haben möchten.

28. Welche Maßnahmen empfehlen Sie zur Stärkung des Immunsystems?

Zur Zeiten von Corona sind Maßnahmen wie Hygiene im Alltag, der achtsame Umgang beim Husten und Niesen natürlich wichtig. Zur Stärkung des Immunsystems empfehle ich die Vermeidung von Stress sowie eine gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf. Nicht zuletzt eine gute Darmgesundheit, denn immerhin stellen die Darmschleimhaut und ihre Umgebung 80 % unseres Immunsystems dar. Und natürlich die o. g. Maßnahmen (Punkt 27).

Die Fähigkeit unseres Körpers beachten:

29. Es gibt Mittel zur Ausschaltung von Symptomen, z. B. Schmerz, aber kein Mittel zur “Einschaltung” des Immunsystems. Wie aktiviere ich die Selbstheilungskräfte meines Körpers bzw. baue ich mein Immunsystem auf?

Gibt es das nicht? In der Regel entwickeln wir nach der Geburt ein gesundes, stabiles Immunsystem. Wenn es aus irgendwelchen Gründen “ausgeschaltet” wird, muss es auch Möglichkeiten geben, es wieder “einzuschalten”. Eine unterbrochene Stromzufuhr kann auch wieder eingeschaltet werden.  Der ganze Organismus funktioniert durch Stromimpulse.  Unsere Zellen kommunizieren so miteinander. Insofern spielen gesunde Mitochondrien die größte Rolle, denn sie “steuern” auch das Immunsystem Es gibt genügend natürliche Mittel und Methoden, das Immunsystem zu aktivieren, aber ohne gesunde Mitochondrien bleibt das Ergebnis nur kurzfristig bestehen. Dazu habe ich in Kürze einen Vortrag geplant, der ca. Ende Juli stattfinden soll.

Noch zwei Fragen zum Schluss  😉

29. Kann man spontan bei Ihnen vorbeikommen und sich Ihre Praxis einmal näher anschauen?

Ja, das ist möglich, sofern der Empfang besetzt ist. Vorher telefonisch oder per E-Mail anfragen ;).
In unseren Räumlichkeiten zeigen wir das ganze Jahr eine Ausstellung “Kunst in der Praxis”, die sich jeder gerne anschauen darf, kostenfrei.
Am 19. Juli 2020 von 14 – 20 Uhr wird es eine Vernissage und eine öffentliche Veranstaltung geben als Auftakt zu unseren “Gesundheitswochen Timmendorfer Strand – Restart”. 
Details werden noch in der Presse bekannt gegeben.

30. Welche Fragen hätten sie gern beantwortet, die ich Ihnen nicht gestellt haben.

Da ich mir nicht verkneifen konnte irgendeine Frage nicht zu beantworten, denke ich, so ist es gut. Vielen Dank. Hat mir sehr viel Spaß gemacht :-))

 

Vielen Dank an die Heilpraktikerin Christina Stark-Steffens für dieses Interview!

Esther G. Gallus vom Magazin NOCH GESÜNDER!

http://nochgesunder.de